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Signa PET/MR

Erste Bilder vom Signa PET/MR

Am 20. Januar 2014 wurde am renommierten UniversitätsSpital Zürich (USZ) wieder einmal Geschichte geschrieben: Nach der ersten Installation eines PET/CT und der erstentrimodalen Lösung mit PET/CT+MR ging am Institut von Herrn Professor Gustav von Schulthess das europaweit erste integrierte PET/MR-System von GE in Betrieb. Prof. von Schulthess gehört damit erneut zu den Vorreitern dieser neuen hybriden Bildgebungsmethode.

Die Hybridbildgebung vereint die Vorteile zweier verschiedener bildgebender Verfahren in einem Untersuchungsgang. Beispiele hierfür sind kombinierte PET/CT- und SPECT/CT-Systeme, die seit über zehn Jahren erfolgreich eingesetzt werden. Bei beiden Systemen werden die beiden bildgebenden Verfahren zwar im selben Gerät integriert, die Untersuchungen laufen jedoch unmittelbar nacheinander, also sequentiell, ab. Hierbei dient der CT jeweils zur Absorptionskorrektur – der sogenannten Schwächungskorrektur – und der Erweiterung der PET- und SPECT-Bilder um die morphologischen Informationendes CT.

Aufgrund der fehlenden zeitlichen und räumlichen Synchronität kann diese sequentielle Hybridbildgebung zu Aufnahmefehlern und längeren Aufnahmezeiten führen. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die zu den PET- und SPECT-Radiopharmaka additive Strahlenbelastung des CT. Simultane PET/MR-Systeme bergen daher gerade für Patienten, die ohnehin eine PET- und eine MR-Untersuchung benötigen sowie für strahlensensible Patientengruppen ein großes Potenzial. Auf der Haben-Seite steht weiterhin, dass ein integriertes PET/MR im Vergleich zu einer PET/CT+MR Lösung auch den Platzbedarf und damit Investitions- und Betriebskosten reduziert – und für die Patienten ist es natürlich ebenfalls angenehmer, nur einmal „in die Röhre“ zu müssen.

Der integrierte PET/MR-Scanner kombiniert die Stärken beider Systeme – die hohe Qualität der Weichteildarstellung des MR mit der Möglichkeit einer Vielzahl von PET-Tracer Anwendungen, und insbesondere des Stoffwechsel-Tracers FDG (Fluordesoxyglukose) – und ermöglicht den Einsatz bei Indikationen, bei denen bildgebende Verfahren bislang nicht möglich waren.

Beide Verfahren in einem Gerät zu vereinen, war jedoch technisch eine Herausforderung: Zum einen basieren herkömmliche PET-Detektoren auf Photomultipliern, die im MR-Magnetfeld nicht funktionieren und verwenden Materialien, die nicht MR-kompatibel sind. Wird CT durch MR ersetzt, muss die Schwächungskorrektur ebenfalls auf MR-Sequenzen basieren. Dies ist noch immer ein nicht gänzlich gelöstes Problem, da zwischen PET- und MR-Bildern im Gegensatz zu PET und CT kein direkter physikalischer Zusammenhang besteht; erste erfolgversprechende Ansätze sind jedoch bereits implementiert worden.

 

 

Signa PET/MR PDF "GE_PETMR_2014_rz_web" (2.24 MB)

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