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Optima MR450w 1,5 T in der Surgical Suite

Erfahrungsbericht PD Dr. Gabriele Wurm, Leiterin der Neurochirurgischen Abteilung der Landesnervenklinik Linz:

„Für einen erfolgreichen neurochirurgischen Eingriff ist es wichtig, alle operationsentscheidenden Daten für die Operationsplanung und -führung verfügbar zu machen. Ein hoch spannendes und anspruchsvolles Projekt ist der intraoperative Einsatz eines Hochfeld-MRTs. Im Vorfeld unserer Entscheidung wurden unter Einbeziehung aller ärztlichen Fachgruppen mehrere mögliche Konzepte betrachtet. Ein entscheidendes Kriterium war für uns die optimale Lagerung und Sicherheit des Patienten. Die Entscheidung fiel auf eine Zwei-Raum Lösung mit Operationsraum und direkt angebundenem intraoperativen MR-Raum. Dadurch können beide Modalitäten praktisch miteinander kombiniert werden, bei gleichzeitig hoher Sicherheit. So wurden zum Beispiel Checklisten entworfen, um die Sicherheit des Patienten und Personals im Operationsraum und im MR-Bereich zu gewährleisten. Im Mai 2011 wurden die ersten Patientenbehandlungen mit intraoperativer MRT in unserer Abteilung erfolgreich realisiert. Der Optima MR450w ermöglicht durch die weite TunnelÖffnung von 70 cm und die hervorragende Spulenkombination eine sichere intraoperative MR-Untersuchung. In der Zeit von Mai bis September 2011 wurdenin unserer Abteilung 45 Operationen mit intraoperativer MRT durchgeführt. Davon waren 42 Schädel- und 3HWS-Operationen. Operiert wurden unter anderem Glioblastome, Gliome, Hypophysenadenome, Metastasen, Cavernome, Meningiome, ein Plasmozytom sowie in der Halswirbelsäule ein Ependyom, ein Hämangioblastom und ein Neurinom.

Während einer MRT-gestützten Operation werden in der Regel ein bis drei MRT- Untersuchungen durchgeführt. Das bedeutet, dass der Patient zuerst operiert wird, anschließend folgt ein intraoperatives MRT, um den aktuellen Operationsstand darzustellen. Bei einem Tumorrestbestand wird die Operation fortgeführt, gefolgt von einem weiteren intraoperativen MRT – solange, bis der gewünschte Operationsstatus erreicht ist. Das intraoperative MRT verzeichnet eine große Akzeptanz. Nicht nur, weil das gesamte operative Team von Anfang an mit einbezogen wird und somit ein produktiver und harmonischer Arbeitsablauf gewährleistet ist, sondern auch, weil der klinische Erfolg den hohen Stellenwert des intraporativen MRTs bestätigt. In den bisher durchgeführten Operationen wurde bei 13 Patienten ein unvorhergesehenerTumorrest entdeckt, welcher entfernt werden konnte. Die interdisziplinäreZusammenarbeit ist für ein solches Projekt entscheidend, angefangen bei der Planungbis hin zum Einsatz im Arbeitsalltag.“

Stand: August 2012

Optima MR450w 1,5 T in der Surgical Suite PDF "Intraoperativer MRT.." (455.13 KB)

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