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Heliumbedarf um 99 Prozent reduziert: Revolutionäre MRT-Technologie von GE Healthcare

Magnettechnologie Freelium* benötigt 20 Liter flüssiges Helium statt 2.000 Liter

Chicago, 06. Dezember 2016 – Helium ist eine entscheidende Komponente beim Betrieb von Magnetresonanztomographen (MRT). Zwei Mal hatten bereits potenzielle Helium-Engpässe Auswirkungen auf Krankenhäuser und Patienten weltweit. Die Vorkommen des Edelgases Helium sind endlich, gleichzeitig stieg der Bedarf in den vergangenen zwei Jahrzehnten an. Auf dem größten Radiologenkongress der Welt, dem #RSNA16, präsentiert GE Healthcare (NYSE: GE) Freelium*. Freelium ist eine Magnettechnologie, die so konzipiert wurde, dass anstatt von 2.000 Litern wie bei konventionellen MRT-Magneten nur 20 Liter, also nur ein Prozent Helium, benötigt wird.

MRT-Systeme verwenden supraleitende Magnete, die auf -268 Grad Celsius heruntergekühlt werden, um hochauflösende Bilder vom Gehirn, wichtigen Organen oder Weichteilen eines Patienten erstellen zu können. Die einzige Möglichkeit für eine dauerhafte Kühlung von Magneten im klinischen Betrieb ist der Einsatz von Tausenden Litern flüssigen Heliums, das bei der Erdgasgewinnung extrahiert wird.

Magnete mit Freelium-Technologie würden unabhängiger von Helium, wären einfacher zu installieren und könnten umweltschonender konzipiert werden. Die Freelium-Technologie könnte Krankenhäuser in die Lage versetzen, auf ein spezielles Lüftungssystem (Quenchrohr) zu verzichten. Dieses erfordert häufig die Auslagerung des Magneten in ein separates Gebäude oder einen eigens dafür neu errichteten Raum. Zudem wäre bei einem Freelium-Magneten weder während des Transports noch und im Laufe seiner Betriebszeit ein erneutes Auffüllen mit Helium notwendig, da es sich um ein geschlossenes System handelt. Durch die künftige Integration der Freelium-Technologie in ein kommerziell erhältliches Produkt wären MRT-Verfahren zugänglicher und mit geringeren Kosten für Betrieb und Einbau verbunden.

In Schwellenländern, denen es an der nötigen Infrastruktur fehlt, könnten so Patienten, die aktuell noch keinen Zugang zu den diagnostischen Vorteilen der MRT haben, zukünftig ebenfalls von den Diagnosemöglichkeiten des bildgebenden Verfahrens profitieren.

Dank dieser bahnbrechenden Technologie ließen sich zudem auch unter schwierigen baulichen Voraussetzungen in Krankenhäusern und radiologischen Praxen MRT-Systeme installieren, wo dies vorher nicht möglich war.

„Bei GE Healthcare arbeiten wir an Lösungen für die größten Herausforderungen unserer Kunden“, so Stuart Feldham, Magnet Engineering Leader bei GE Healthcare MR. „Magnetresonanztomographen benötigen viel Helium, was zu hohen Kosten führt und mit Komplikationen verbunden ist. Zudem ist die Installation der Systeme dadurch schwierig. Die Freelium-Technologie wurde entwickelt, um offensiv auf diese Herausforderungen eingehen zu können. Sie bietet einen revolutionären Vorteil und wir freuen uns darauf, Freelium in MRT-Systeme zu integrieren, damit Radiologen und Patienten in naher Zukunft davon profitieren können. Unsere Vision ist es, den weltweiten Zugang zur Magnetresonanztomographie mit Hilfe dieser „Low-Helium“-Technologie auszubauen und somit mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, von dieser diagnostischen Methode zu profitieren.“

*Freelium ist eine „Technologie in Entwicklung“, die unter laufender Forschung- und Entwicklungsarbeit steht. Es handelt sich bei dieser Technologie nicht um ein Produkt, ggf. wird sie auch niemals Teil eines Produktes werden. Nicht käuflich zu erwerben. Es liegt keine Zulassung der FDA oder einer anderen globalen Aufsichtsbehörden hinsichtlich einer Handelsverfügbarkeit vor.

 

Über GE Healthcare
GE Healthcare bietet zukunftsweisende Medizintechnologien und Dienstleistungen für die weltweite Nachfrage nach einem besseren Zugang zu qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Gesundheitsleistungen. GE (NYSE: GE) arbeitet an Themen, die die Welt bewegen. Mit klugen Köpfen und den herausragenden Technologien stellen wir uns den schwierigsten Herausforderungen. Wir helfen Gesundheitsdienstleistern, Patienten noch besser versorgen zu können – mit medizinischer Bildgebung, Informationstechnologien, Patientenmonitoring, medizinischer Diagnostik, Arzneimittelforschung, biopharmazeutischen Fertigungstechnologien und Lösungen für ein Mehr an Leistung.

 

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